Sergio Ermotti ist Europas bestbezahlter Bank-CEO

02.04.2025 11:01

Laut einer Zusammenstellung von Bloomberg war UBS-Chef Sergio Ermotti 2024 der bestverdienende CEO bei den grössten Banken Europas. Das grösste Plus resultierte für den Unicredit-CEO Andrea Orcel.

UBS-Chef Sergio Ermotti verdiente mehr als alle anderen Spitzenbanker in Europa. (Bild pd)
UBS-Chef Sergio Ermotti verdiente mehr als alle anderen Spitzenbanker in Europa. (Bild pd)

Ermotti erhielt für das Jahr 2024 eine Gesamtvergütung von 14,9 Millionen Franken, womit er nach Berechnungen von Bloomberg deutlich über dem Durchschnittseinkommen der CEOs der zehn grössten Banken in Europa liegt. Orcel lag mit 13,2 Millionen Euro nicht mehr weit dahinter, dies dank eines Anstiegs von 32 Prozent, das war klar der grösste Anstieg.

Die UBS hat Ermottis Gehalt für das Jahr 2024 niedriger angesetzt, als es die internen Regeln zulassen. Die Vergütung von Bankern steht derzeit unter intensiver Beobachtung. Ermotti hat die Integration der Credit Suisse bisher ohne grössere Probleme vorangetrieben. Gleichzeitig befindet sich die Bank in einer Auseinandersetzung mit der Regierung über ihre zukünftige Kapitalausstattung.

Kritik der Stimmrechtsberater

«Diese Anpassung ist notwendig, um das langfristige Engagement eines Spitzen-CEOs in einem wettbewerbsintensiven Markt zu fördern», erklärte UniCredit in einer Stellungnahme auf ihrer Website und reagierte damit auf die Kritik des Stimmrechtsberaters ISS an der Erhöhung von Orcels Gehalt. Die Bank sagte, sie habe unter Orcels Führung ein «aussergewöhnliches Gewinnwachstum» verzeichnet.

Philippe Brassac, CEO der Credit Agricole, und ING-Chef Steven van Rijswijk stehen am Ende der Vergütungsliste für die CEOs der zehn grössten europäischen Banken. Beide Unternehmen sind in vergleichsweise geringem Masse vom Investmentbanking-Geschäft abhängig.

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