«Greenwashing»: DWS zahlt auch in Deutschland Busse

02.04.2025 15:07

Nach den USA muss die Fondsgesellschaft DWS auch in Deutschland Millionen wegen «Greenwashing»-Vorwürfen zahlen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt verhängte ein Bussgeld von 25 Millionen Euro.

Die Staatsanwälte in Frankfurt haben genau untersucht und nun eine Strafe von 25 Millionen Euro ausgesprochen. (Bild Francesco Scatena/Shutterstock)
Die Staatsanwälte in Frankfurt haben genau untersucht und nun eine Strafe von 25 Millionen Euro ausgesprochen. (Bild Francesco Scatena/Shutterstock)

«Wir begrüssen es, dass die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen die DWS nunmehr abgeschlossen sind», teilte die DWS mit. «Dass unser Marketing in der Vergangenheit teilweise überschwänglich war, haben wir in den vergangenen Jahren bereits öffentlich gesagt. Wir haben die internen Dokumentations- und Kontrollprozesse bereits verbessert und werden auch weiterhin daran arbeiten, hier weitere Fortschritte zu machen.»

Auf der Suche nach Beweisen durchsuchten die deutschen Behörden mehrmals Büros der Fondsgesellschaft in Frankfurt. Die DWS hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Im Juni 2022 wurde jedoch der Chef ausgetauscht: Auf Asoka Wöhrmann folgte der Deutsche-Bank-Manager Stefan Hoops.

Nach Erkenntnissen der Frankfurter Staatsanwaltschaft war der gegenüber dem Kapitalmarkt erweckte Eindruck einer marktführenden Position der DWS Group nicht erfüllt: Marketingaussagen wie «ESG ist ein fester Bestandteil unserer DNA» hätten nicht der Realität entsprochen.

Auch schon in den USA

Ende September 2023 büsste die US-Börsenaufsicht die DWS «wegen Verstössen gegen Anti-Geldwäsche-Richtlinien und falsche Angaben zu ESG-Investitionen» mit insgesamt 25 Millionen Dollar.

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