Das KI-Unternehmen hinter ChatGPT steht laut Bloomberg vor dem Abschluss einer Finanzierungsrunde über 40 Milliarden Dollar. Es wäre die grösste der Geschichte und würde die Bewertung verdoppeln.
OpenAI könnte schon in Kürze eine Finanzierungsrunde über 40 Milliarden Dollar abschliessen, schreibt die Nachrichtenagentur. Damit würde sich die Bewertung auf rund 300 Milliarden Dollar fast verdoppeln. Bislang wird der Wert des Entwicklers von ChatGPT auf 157 Milliarden Dollar taxiert.
Es wäre laut den Daten des Marktforschungsunternehmens Pitchbook die bislang grösste Finanzierungsrunde eines Start-ups. Der Investor Softbank soll laut Bericht zunächst 7,5 Milliarden Dollar in OpenAI investieren, weitere 2,5 Milliarden Dollar sollen von einem Investorenkonsortium kommen.
Eine zweite Tranche über 30 Milliarden Dollar soll im Laufe des Jahres folgen, hier würden 22,5 Milliarden Dollar von Softbank kommen, weitere 7,5 Milliarden von anderen Investoren. Laut Bloomberg verhandelt OpenAI dafür mit Magnetar Capital, Coatue Management, Founders Fund und Altimeter Capital Management.
Die Aktien von Softbank fielen in Tokio um bis zu 4,7 Prozent. Investoren haben Bedenken, welche Auswirkung die hohe Investition auf die Finanzen des Unternehmens haben könnte. Offiziell kommentierte OpenAI den Bericht über die Finanzierungsrunde nicht.
Trotz hoher Investitionen erwartet OpenAI schon bald positive Zahlen: Ab dem Jahr 2029 rechnet das KI-Unternehmen laut Bloomberg mit einem positiven Cashflow. Bis dahin erwartet die Firma einen Umsatz von mehr als 125 Milliarden Dollar. Im laufenden Jahr geht OpenAI demnach von einer Verdreifachung seines Umsatzes auf 12,7 Milliarden Dollar aus.
Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Unternehmen aus San Francisco sieht sich mit erheblichen Kosten für Chips, Rechenzentren und Fachkräften konfrontiert, die für die Entwicklung modernster KI-Systeme benötigt werden. Seit der Einführung seines Chatbots ChatGPT vor mehr als zwei Jahren hat OpenAI eine Reihe von Abo-Angeboten für Verbraucher und Unternehmen präsentiert. Im Februar überstieg die Zahl der zahlenden Geschäftskunden zwei Millionen, mehr als doppelt so viele wie im September.